Scheckübergabe Kinder und Jugendhospiz Balthasar in Olpe

TSV Altena Fußballer spenden 1.800 Euro

Scheckübergabe an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe

24 Mannschaften haben am 30. Juni im Rahmen des Benefiz- Turniers in Altena gemeinsam ein Zeichen der Solidarität für schwer kranke Kinder gesetzt. Die Spendenbereitschaft der Teilnehmer war groß. 1.800 Euro haben die TSV Hobbykicker gespendet, im Jahr 2010 wurde die Veranstaltung gegründet. Alle zwei Jahre werden wir versuchen für den Guten Zweck ein Fußball Turnier zu organisieren. Mit den Spenden wird in diesem Jahr das „Kinder und Jugendhospiz" in Olpe unterstützt. Dort leben Kinder, die aufgrund ihrer Erkrankung oder Behinderung betreut werden müssen. Sie haben hier die Möglichkeit, in einer familienähnlichen Wohnform betreut und gefördert zu werden. Am 24. August überreichte Michael Kufahl, Sportlicher Leiter des TSV Altena, gemeinsam mit Daniel Woitzik, Fabian Gerstäcker, Paul Njayou, Mitglieder des TSV sowie Stefanie Kufahl den symbolischen Scheck an Frau Monika Krumm, Pflegedienstleiterin des „Kinder und Jugendhospiz Balthasar in Olpe. „Wir waren sehr überrascht über das große Engagement der Mitarbeiter, die sich für kranke Kinder einsetzen", so Michael Kufahl bei der Scheckübergabe. „Mit dieser Spende möchten wir die wertvolle Arbeit im Hospiz Balthasar unterstützen und ein Zeichen der Solidarität setzen."„Ich bin überwältigt und gerührt von der großen Spendenbereitschaft des TSV Altena. Auch im Namen des ganzen Teams und vor allem der Kinder möchte ich mich recht herzlich bei Ihnen bedanken", betonte Monika Krumm. „Mit der großzügigen Spende des Benefiz Turniers werden wir für die Kinder verschiedene dringend benötigte Geräte kaufen." Gäbe es das Kinderhospiz Balthasar nicht, müssten die Kinder auf einer Intensivstation leben. „Unser Ziel ist es, das sich die Kinder hier trotz ihrer Beeinträchtigung und Pflegebedürftigkeit möglichst frei entfalten und entwickeln können", ergänzt Monika Krumm. „Das bedeutet: trotz Behinderung kuscheln, spielen und lachen können."

Als wir den Eingangsbereich des Hospizes betraten, fiel als erstes auf, dass so rein gar nichts an Krankenhaus, Krankheit und Tod erinnerte. Alles Begriffe, die man eigentlich mit „Hospiz“ in Verbindung bringt. Die Wände waren bunt und kindlich gestaltet und wirkten eher wie die Wände eines Kindergartens. Unsere kleine Gruppe wurde von Monika Krumm, der Pflegeleiterin des Hospizes empfangen. Sie gab uns einen kurzen Einblick in die Geschichte des Hospizes und stellte klar, dass dies vielleicht ein Ort sei, an dem gestorben werde, aber dass die Freude am noch bestehenden Leben klar im Vordergrund stehe. Außerdem betreue man nicht nur die todkranken Kinder, sondern auch die gesamten Familien, da sie unter großer seelischer Belastung stünden und dementsprechend ebenfalls die Hilfe des Hospizes brauchen.  Es folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten. Da die Wohn- und Behandlungsräume größtenteils von Hospizbewohnern belegt waren, behandelte die Führung nur einen Teil des gesamten Komplexes. Erster beeindruckender Anlaufpunkt war ein Flur, dessen Wände mit farbigen Hand- und Fußabdrücken aller bisherigen Gäste (das Wort Patienten wurde nie verwendet) bedruckt war. Weiter ging es durch diverse Behandlungsräume, wie z.B. ein Musiktherapiezimmer und einen Raum, der allein für die Entspannung seiner Benutzer ausgelegt war – den Snoozle Raum. Wir erfuhren auch einiges über verschiedene Therapiemöglichkeiten (Krankenhausclowns, Hundetherapie), aber auch von prominenten Spendern (beispielsweise Rolf Zukowsky und der Band „Luxuslärm“). Letzter Anlaufpunkt war das Zimmer, in dem die während ihrem Aufenthalt im Hospiz verstorbenen Kinder bis zur Beisetzung aufgebahrt werden. Damit endete der reguläre Rundgang.  Somit konnten sich die TSV Mitglieder insgesamt ein umfassendes Bild davon machen, wie gut die Spendengelder dort angelegt sind. Aber die Tatsache, dass das Hospiz jährlich einen Spendenetat von 1,2 Millionen Euro benötigt, gibt  durchaus noch den Anstoß derartige Spendenaktionen noch einmal zu wiederholen.

Über das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar

Im September 1998 wurde das Kinderhospiz Balthasar als erstes
Kinderhospiz in Deutschland eröffnet. Das Kinderhospiz Balthasar in
Olpe begleitet die Kinder und ihre Familien auf dem schweren Weg von
der Diagnose bis zum Tode. Das Kinderhospiz Balthasar ist ein Ort zum
Leben und Lachen, Sterben und Trauern. 2009 wurde das Hospiz
erweitert um das Jugendhospiz Balthasar, das erste Hospiz für
Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland. Das Jugendhospiz
Balthasar ist ab der Diagnose für die Jugendlichen da und hilft
ihnen, trotz aller Einschränkungen ein Stück Normalität zu bewahren.
Die Lebensqualität der Jugendlichen und jungen Erwachsenen
aufrechtzuerhalten ist das wichtigste Ziel.